Der Spätsommer ist die Zeit der Buchpreise. In England wird der Man Booker Prize verliehen, in Frankreich der Prix Goncourt, in Schweden der Literaturnobelpreis und in Deutschland – pünktlich zu Beginn der Frankfurter Buchmesse – der Deutsche Buchpreis. Das Prozedere ist bei (fast) allen Wettbewerben sehr ähnlich. Eine Jury (mal fest, mal jährlich wechselnd) legt eine umfangreiche Liste von Buchtiteln vor, die dann gewöhnlich “Longlist” genannt wird. Anschließend wählt die Jury von den Titeln dieser Longlist eine kleine Zahl von Büchern aus (meistens sechs Stück), die dann auf die so genannte “Shortlist” kommen. Wie schon zuvor die Longlist wird auch diese Shortlist veröffentlicht und gibt der fachkundigen Presse jede Menge Raum für Spekulationen, wer denn wohl das Rennen macht. Das Prozedere beim Deutschen Buchpreis ist nicht anders. Und so hat gestern die Jury die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2011 bekannt gegeben. Eine erste große Überraschung hatte es bei der Bekanntgabe der Longlist bereits gegeben. Dahingegen war die Shortlist weitestgehend überraschungslos. Weiterlesen
Aktuelle Bücher
Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts (Deutscher Buchpreis 2011)
F.C.Delius: Die Frau, für die ich den Computer erfand (Büchner-Preis 2011)
Julian Barnes: The Sense of an Ending (Man Booker Prize 2011)Kategorien
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